Integriertes Managementsystem (IMS)

Die Bedeutung des Begriffes „Integration“ kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt: „integratio“ = „Wiederherstellen einer Einheit. Der Vorgang, der zur Bildung eines Ganzen führt.

Normen beschreiben heute die Anforderungen an Managementsysteme. Jede Norm für sich beschreibt dabei jeweils nur einen kleinen Teil der unternehmerischen Verantwortung.
So erhielt z.B. das Thema „Qualität“, unter der ISO 9000 Reihe 1987 einen hohen Stellenwert. Weitere Regelwerke kamen hinzu. Die ISO 14001, die Öko-Audit-Verordnung sowie das SCC-Regelwerk und die BS OHSAS 18001. Die ISO 26000, die ISO 51001 sind Normen, die erst in der jüngsten Vergangenheit in Kraft gesetzt wurden.

Die Fülle von heute existierenden Regelwerken führt nun dazu, dass in Unternehmen streng geteilte Managementsysteme nicht mehr tragbar sind. Der Aufbau paralleler Managementsysteme innerhalb eines Unternehmens bringt unter ungünstigen Umständen überflüssige und ineffiziente Arbeiten mit sich. Parallel erstellte Systeme werden unzureichend synchronisiert und beauftragte Mitarbeiter beschäftigen sich mit gleichen Inhalten, die bei besserer Integration effektiver, kostengünstiger und arbeitsintensiver gestaltet werden könnten. 
Dies führt zu der immer intensiver diskutierten Forderung und in vielen Unternehmen bereits umgesetzten Praxis, die verschiedenen Managementsysteme durch ein gemeinschaftlich betriebenes „integriertes Managementsystem“ zu ersetzen.

Das Integrierte Managementsystem (IMS) fasst Anforderungen aus verschiedenen normativen Regelwerken in einem einheitlichen System zusammen.
Durch die Zusammenführung dieser Teilsysteme zu einem Integrierten Managementsystem und die Integration der Anforderungen in die Unternehmensprozesse können Synergien genutzt werden.

Da es in einem Unternehmen nur einen wertschöpfenden Prozess gibt, kann es auch nur ein Managementsystem geben.

Dieser eine Wertschöpfungsprozess wird lediglich unter den verschiedenartigsten Anforderungen zu betrachten sein.

Mittlerweile haben sich auf der normativen Seite einige Positionspapiere zum Thema „Integrierte Managementsysteme“ entwickelt. Außerdem ist festzustellen, dass sich Normen zu neuen Managementsystemstandards immer häufiger auf die Grundnorm ISO 9001 beziehen.
Unternehmen brauchen eine Klammer!!!!
Die Integration der Systeme unter einem Dach (Integrierte Managementsysteme IMS) kann daher als betriebswirtschaftliche Aufgabe betrachtet werden.
Es gibt nach heutigem Verständnis verschiedene Integrationskonzepte.
Mit diesem Thema werde ich mich in einem neuen Beitrag beschäftigen.

Wer sich einfach und verständlich darüber informieren möchte wie man ein IMS entwickelt, dem empfehle ich das Handbuch

„Die kombinierte Anwendung verschiedener Managementsystem-Normen“ aus dem Beuth Verlag. ISBN 978-3-410-17642-8.

Gibt es auch in englischer Sprache.

Klaus Epe
März 2011